Wie man eine Henne schnell zum Legen bringt: Tipps von Züchtern
Von La Rédaction — Ma Petite Ferme · 02/08/2026
Den natürlichen Legezyklus des Huhns verstehen
Bevor man versucht, die Eiproduktion zu steigern, ist es wichtig zu verstehen, wie der natürliche Zyklus der Legehennen funktioniert. Ein Huhn beginnt in der Regel zwischen der 18. und 22. Lebenswoche zu legen, je nach Rasse. Die Tageslichtdauer spielt eine entscheidende Rolle: Idealerweise sind 14 bis 16 Stunden Licht pro Tag erforderlich, um eine regelmäßige Legetätigkeit auszulösen und aufrechtzuerhalten. Unterschreitet die Lichtdauer diesen Schwellenwert, verlangsamt sich der Eisprung auf natürliche Weise. Deshalb sinkt die Produktion im Winter und nimmt im Frühling wieder zu.
Die Ernährung als Grundpfeiler einer reichlichen Legeleistung
Eine ausgewogene Ernährung ist der erste Hebel, an dem man ansetzen sollte. Die Hennen müssen täglich eine Ration erhalten, die reich an Proteinen (etwa 16 bis 18 %), Kalzium und essenziellen Aminosäuren wie Methionin und Lysin ist. Bieten Sie ihnen ein vollständiges Legemehlfutter in Granulatform an, ergänzt durch frei zugängliche, zerkleinerte Austernschalen zur Stärkung der Schalenfestigkeit. Vermeiden Sie übermäßig viel reinen Mais, der die Ration aus dem Gleichgewicht bringt und die Legeleistung senkt. Grüne Gemüsereste, gekeimte Samen oder einige Mehlwürmer sind hervorragende natürliche Ergänzungen und werden von den Tieren sehr geschätzt.
Künstliches Licht zur Förderung der Legeleistung im Winter
Wenn Sie die Eiproduktion außerhalb der günstigen Jahreszeit aufrechterhalten oder ankurbeln möchten, können Sie im Hühnerstall auf künstliche Beleuchtung zurückgreifen. Installieren Sie eine LED-Lampe mit geringer Leistung (10 bis 15 Watt genügen), die morgens vor der Dämmerung automatisch einschaltet. Das Ziel ist es, den bekannten Schwellenwert von 14 Stunden Tageslicht zu erreichen. Achten Sie jedoch darauf, die Beleuchtungsdauer schrittweise zu erhöhen, um 15 Minuten pro Woche, damit die Tiere nicht gestresst werden. Diese Technik, die in der nachhaltigen Farmhaltung weit verbreitet ist, ermöglicht es, die Produktion über das Jahr hinweg gleichmäßig zu verteilen.
Stress reduzieren für glückliche und produktive Hühner
Stress ist der größte Feind der Legeleistung. Ein abrupter Standortwechsel, die Eingliederung neuer Tiere in die Herde, die Anwesenheit von Raubtieren oder schlicht ein zu lauter Stall können die Produktion für mehrere Tage oder sogar Wochen zum Erliegen bringen. Achten Sie darauf, Ihren Hennen eine ruhige, saubere und sichere Umgebung zu bieten. Planen Sie mindestens ein Legenest für vier bis fünf Hennen ein, platziert an einem dunklen und ruhigen Ort. Die Einstreu sollte trocken, dick und regelmäßig erneuert werden.
Die richtigen Legehühnerrassen wählen
Manche Rassen sind von Natur aus produktiver als andere. Wenn Ihr Ziel ein hohes Produktionsvolumen ist, sollten Sie sich für bewährte Rassen wie das Weiße Leghorn, das Sussex, das Marans oder das Rhode Island Red entscheiden. Diese Hennen können unter guten Bedingungen zwischen 250 und 300 Eier pro Jahr produzieren. Umgekehrt legen sogenannte Zierrassen deutlich weniger. Informieren Sie sich bei Ihrer lokalen Brüterei oder Ihrem Züchter, um die am besten geeignete Rasse für Ihr Hofprojekt auszuwählen.
Die Gesundheit der Herde überprüfen
Schließlich kann eine Henne, die nicht mehr legt, schlicht krank, von Parasiten befallen oder in der Mauser sein. Untersuchen Sie Ihre Tiere regelmäßig, behandeln Sie sie gegen innere und äußere Parasiten und konsultieren Sie einen Tierarzt, wenn der Leistungsrückgang einen Großteil der Herde betrifft. Eine sorgfältige tiergesundheitliche Überwachung ist die Grundlage einer gesunden und rentablen Direktvermarktungshaltung.
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