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Legehennen ausmerzen: behalten oder verkaufen?

Von La Rédaction — Ma Petite Ferme · 19/08/2026

Legehennen ausmerzen: behalten oder verkaufen?

Was ist eine Althen ne?

Man spricht von einer ausgedienten Legehenne, wenn eine Henne, in der Regel im Alter von 18 bis 24 Monaten, deutlich weniger Eier produziert als zuvor. Nach ihrem ersten Jahr mit hoher Legeleistung sinkt die Produktion einer Henne um 20 bis 30 %. Für einen kleinen Direktvermarkter ist dieser entscheidende Moment eine echte Überlegung wert, da die Entscheidung die Rentabilität des Hühnerstalls und das Gleichgewicht der Herde direkt beeinflusst.

Die versteckten Kosten des Haltens einer wenig produktiven Henne

Das Halten einer ausgedienten Henne verursacht Kosten, die oft unterschätzt werden. Sie verbraucht zwischen 110 und 130 Gramm Futter pro Tag, ob sie nun Eier legt oder nicht. Über ein Jahr hinweg entspricht das fast 40 bis 50 kg Futter pro Tier. Wenn Ihre Marge auf dem Verkauf frischer Eier ab Hof oder auf lokalen Märkten basiert, belastet eine Henne, die zweimal pro Woche legt statt fünfmal, schnell Ihr Futterbudget. Machen Sie vor jeder Entscheidung die Rechnung: monatliche Futterkosten im Vergleich zum Wert der produzierten Eier.

Sollte man ausgediente Hennen verkaufen?

Der Verkauf ausgedienter Hennen ist aus mehreren Gründen eine interessante Option. Viele Privatpersonen suchen bereits sozialisierte erwachsene Hennen für ihren Garten, ohne Junghennen aufziehen zu müssen. Im Direktverkauf ab Hof kann eine gesunde ausgediente Henne je nach Rasse und Region zwischen 5 und 15 Euro erzielen. Sie können diese Tiere auch auf Ihren Bauernmärkten oder über lokale Netzwerke von Kleinzüchtern anbieten. Dies ist eine einfache Möglichkeit, ein zusätzliches Einkommen zu erzielen und gleichzeitig Ihren Bestand ohne Verschwendung zu erneuern.

Die Verwertung als Fleisch: eine rentable Alternative

Eine ausgediente Henne kann auch als Fleisch verwertet werden. Das Fleisch ist zwar fester als das eines herkömmlichen Masthähnchens, wird jedoch sehr geschätzt für hausgemachte Brühen, Eintöpfe und Schmorgerichte. Viele Verbraucher, die Wert auf nachhaltige Ernährung legen, suchen nach solchen authentischen Produkten. Sie können sie ganz, einzeln oder im Set im Rahmen Ihres Hofverkaufs anbieten. Wenn Sie über eine zugelassene Zerlegehalle verfügen oder mit einem lokalen Schlachthof zusammenarbeiten, kann diese Vermarktungsschiene zu einem echten kommerziellen Vorteil werden und jedes Tier vollständig verwerten.

Wann sollte man seine ausgedienten Hennen behalten?

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, alte Hennen zu behalten. Wenn sie gesund bleiben, tragen sie zur sozialen Dynamik des Hühnerstalls bei und können gelegentlich noch legen. Robuste Rassen wie die Gauloise Dorée oder die Marans produzieren manchmal auch im zweiten oder dritten Jahr noch in akzeptablem Maß. Wenn Sie zudem wenig Absatzmöglichkeiten für den Verkauf haben oder ihr Gesundheitszustand fragil ist, vermeiden Sie durch vorübergehendes Behalten den Stress eines Transports und erhalten das Gleichgewicht der Gruppe.

Unser Rat für Kleinerzeuger

Der beste Ansatz besteht oft darin, mehrere Lösungen zu kombinieren: einen Teil der ausgedienten Hennen lebendig an Privatpersonen zu verkaufen, die anderen über den Direktverkauf als Fleisch zu verwerten und nur die noch produktiven und vollkommen gesunden Tiere zu behalten. Eine schrittweise Erneuerung des Bestands, zweimal im Jahr, ermöglicht es, Spitzen bei der Aussonderung zu vermeiden und Ihren Stammkunden ein gleichmäßiges Eiervolumen zu liefern.

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